Leserbrief Schlierbacher Landstraße
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Die Schlierbacher Landstraße, die Hauptachse durch das Heidelberger Neckartal, wurde in den letzten Jahren mit einem Aufwand von 18 Mio DM  erneuert und umgebaut. Nach der Fertigstellung gab es kritische Stimmen, die behaupteten, die Kapazität der Bundesstraße sei durch den Umbau verringert worden.

Leserbrief in der Rhein-Neckar-Zeitung, 22.9.1999:

"Folgen für Heidelberg bedenken

Einigen Leserbriefschreibern erscheint die zweispurige Durchfahrt der B37 durch Schlierbach zu eng. Die CDU reklamiert, sie sei für einen 3-spurigen Ausbau gewesen. Wie bei manchen anderen Äußerungen des derzeitigen Wahlkampfs sind die Folgen der Forderung überhaupt nicht zu Ende gedacht: Die Aufweitung der B37 in Schlierbach in drei Spuren mit Wechselspuren hätte langfristig die Zahl der Autos und LKW’s im Neckartal auf der Schlierbacher Landstraße deutlich erhöht. Haben die Leserbriefschreiber, die heute so vehement für eine solche Aufweitung plädieren eigentlich bedacht, welche Folgen dies für Heidelberg hätte ? Dies hätte nicht nur für die Anwohner in Schlierbach entsprechend mehr Lärm, Abgase und Unfallgefahr bedeutet, sondern natürlich auch für die Altstadt und Bergheim (z.B. Neckarstaden mit Krankenhaus, Ebertanlage mit vielen Anwohnern und Schule, Adenauerplatz, Klinikum Bergheim usw.).

Was aber noch wichtiger ist: Ein 3-spuriger Ausbau wäre nur möglich gewesen, wenn man entweder 1. eine Häuserzeile in Schlierbach abgerissen hätte, 2. auf die Verkehrsflächen für Fußgänger, Fahrradverkehr und ruhenden Autoverkehr verzichtet hätte, 3. diese Flächen so schmal ausgeführt hätte, daß sie nach dem seit 10 Jahren geltenden Straßenverkehrsrecht illegal wären oder 4. die Straße mit hohem Aufwand in den Neckar hinaus verbreitert hätte (Folge: Zunahme der Hochwassergefahr). Wer so etwas will, sollte dies bitte auch dazu sagen und nicht so tun, als sei hier eine sinnvolle Lösung aus ideologischen Gründen verhindert worden. In der Verkehrsplanung gibt es meist keine einfachen Lösungen. Bei jeder Maßnahme müssen immer auch die Auswirkungen auf das Ganze berücksichtigt werden.

Die Schlierbacher Landstraße hat heute im Ortsbereich Schlierbach genauso viele Kfz-Spuren wie vor dem Umbau, nämlich zwei. Der Unterschied ist, daß heute nicht mehr so gerast wird wie früher und daß statt überbreiter Kfz-Spuren nun auch Platz für Fußgänger, Fahrradverkehr und parkende Autos ist.

Dieter Teufel,
UPI-Umwelt-und Prognose-Institut e.V."

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